Nur e chli luut denkt

Über mängs wo selbverständlich isch,
macht mer sich ab und zue Gedanke.
Moderni Technik und Kompiuter
nehnd eim jo hüt de Vorgang ab,
dass mer fascht vergisst was bruucht
bis es Brot git oder Anke.

Es isch bestimmt nid nötig,
dass mer über alls mues filosofiere,
doch set mer au nid eso
oberflächlich und gedankelos
dur eusi schöni Welt gutschiere.

Wie viel gits nämli z’luege,
im Wald, am Wasser, uf em Feld,
doch wer het do dra scho Intressi,
wenn’s nid verbunde isch mit Geld.

E jede chrampfet, müet sich ab,
ums sogenannte Imitsch chönne z’wahre,
dass au no Freud für’s Herz cha geh,
gseht mänge ersch,
wenn er bleich liit uf de Bahre.

Es weri schaad,
we mer vor luuter Strebsamkeit
di ganz Natur dähinder nümme gsechte.
Däbi isch’s jo grad umgekehrt,
das mer ohni d’Natur
nid emol Kraft
für di grinschte Leischtige ufbrechte.

Kurt Haberstich
Mundart Gedicht und Foto: Kurt Haberstich